Aserbaidschan: Kultur

 

Kultur in Aserbaidschan

Aserbaidschan hat eine sehr alte Kultur, dies beweisen auch zahlreiche Petroglifen auf Felsen in Gobustan, Gämiqaya, Nachitschewan, auf dem Berg Delidag in Kälbädschär; uralte Keramik der Neolit-und Bronzezeit, Ornamente, Bronzegeräte, Gold-und Silbererzeugnisse, die in vielen Bestattungen und Siedlungen gefunden wurden.

Die uralte Kulte (Animosität, Kult der Urbewohner) in Aserbaidschan sind bei der Entwicklung durch die Religion der Zorostren in der Mitte des 1. Jh. v. Ch. verdrängt worden. Eine von den uralten Weltreligionen, Zoroastrismus hatte Konzept des Dualismus, der die Welt regiert (Gute und Böse, Achuramasda und Ahriman). Eine von den wichtigen geistlichen Aufgaben der Verehrer des Zoroastrismus war das Konzept des Auswahl. Nowrus ist eine von den wichtigsten Feiertagen geworden, der als „neuer Tag" übersetzt wird, der den Sieg des Guten Bösen symbolisiert. Jahrhundertslang hat Nowrus zoroastrische Bedeutung des Festes verloren und heute ist er ein Frühlingsfest in Aserbaidschan, das am 21. März innerhalb von 4 Wochen gefeiert wird.

Im Mittelalter entstanden die Städte als wichtige Kultur-, Politik-, Administrativ- und Handelszentren. Zu diesen Städten gehörten Schamachi, Gändschä, Baku, Bärdä, Schäki. Täbris, Nachitschewan, Schabran, Ardebil, Maraga, Gäbälä, Beylägan usw. Mittelalterliche Autoren nannten Aserbaidschan als ein Land von den hungerten Städten. Im 5. Jh. Hatte Kaukasisches Albanien sein schriftliches Alphabet. Der Chronist aus Albanien, Musa Kalankatuy schrieb im 7Jh. „Geschichte von Agvan", die das Poem des albanisches Dichters Davdak „zum Tode des Fürsten Dschwanschir" sich einschloss. Ende des 7. und Anfang des 8. Jh. entstand neue Kultur, während meist Bevölkerung der Stadt islamisiert wurde und albanische Schrift wurde mit der arabischen Schrift ersetzt. Im Land wurden viele muslimische Bildungseinrichtungen, Schulen oder Medrese geöffnet, in denen neben Koran, der Mathematik, Medizin, Astronomie, Philosophie und den anderen Wissenschaften Arabisch gelehrt wurde. In diesem Zeitraum und weiterhin wurden im Land intensive Bauarbeiten durchgeführt. Viele Kultgebäuden (Kirchen, Moscheen), Brücken, Burgen, Festen und Bewässerungsgebauten entstanden im Laufe des 11. und 12. Jh-s, der auch die Renaissancezeit von Aserbaidschan bezeichnete.

In dieser Zeitperiode lebten die Dichter, Denker, Architekturen wie der Philosoph Bachmanyar, Historiker Masud und Namdar, Architektor Abubakr Adschami, die Dichterin Mahsati Gändschävi und der berühmte Dichter und Philosoph Nisami Gändschävi, der Dichter und Denker Chagani u.a. In dieser Zeitperiode entstand der türkisch-oghusische Epos „Kitabi Dede-Korkut"; weit verbreitete Unterhaltungen waren Schachspiele, Nard und Polospielen. Fast in jeder Stadt waren Sportsäle. Dank dieser Zeitperiode genießen wir die wunderschöne Architekturen, wie Mädchen Turm, Mausoleen in Nachitschewan u.a.

Intensive Entwicklung der Kultur ging im 13.-15. Jh. Weiter, trotz der Kriegen und Widerstände. In der aserbaidschanischen Sprache wurden die Meisterwerke der Poesie.Diwan" (Gedichtensammlung) von dem Dichter Hasanoglu, „Kisa und Jussuf" von dem Dichter Ali geschrieben. In Maraga wurde mit der Initiative des bekannten aserbaidschanischen Astronomen, Wissenschaftler und Philosophen Nasireddin Tussi ein großes Observatorium gebaut. Er wurde von den weiteren Astronomen der muslimischen Welt für den Lehrer gehalten. Das Observatorium wurde mit den Geräten und Anlagen, die früher für die Wissenschaft unbekannt waren und von Tusi selbst konstituiert wurden, eingerichtet. In derjenigen Zeitperiode gründeten die Musikanten Safiaddin Urmavi und Abdulgadir Maragai das originelle und nicht vergleichbare Musiknotensystem.

Die Kultur dieser Zeit ist mit ihren berühmten Persönlichkeiten, Philosophen und Dichtern wie Imameddin Nasimi, Bädr Scirvani, Abdurraschid Bakuvi, Seyyid Yahya Bakuvi. Der bekannte Historiker Raschidaddin und andere lebten auch in dieser Zeitperiode. Viele Berühmte Persönlichkeiten - Dichter, Mathematiker und Philosophen- haben die Hauptprinzipien der Sufi-Philosophie, die meistens mit der Lobeslyrik verbunden war, entwickelt. Solche Sufi-Philosophen, wie Nassimi und Bakuvi bereicherten die Kultur der universellen Werten.

In der Zeit von Safawiden (16. Jh.) hatten Miniatur- und Kalligraphiekunst neue Impulse. In der Zeit entwickelte sich die bekannteste Miniatür-Schule im Orient, die in Täbris war und durch Sultan Muhammad vertreten wurde (16. Jh.). Das Poem von Muhammed Fizuli (1494-1556) „Leyli und Medschnun" erreichte die Spitze der Poesie. Gleichzeitig entwickelte sich mündliche Folklorekunst. Das Epos „Koroglu" war in der Region sehr populär und die Persönlichkeit dieses legendären Heldes war mehr populär. Im Mittelalter entwickelten sich Handwerken, Glasurkeramik, Metallerzeugnisse, farbige Glasherstellung, Teppichkunst und Textil. Diese Handwerken wurden viel exportiert und ihre prominente Muster werden heutzutage in den größten Museen der Welt bewahrt (Ermitage, Louvre, Topkapi, Viktoria und Albert Museum, Metropoliten Museum usw.).

Aus diesem Grund wurden viele einheimische Handwerker für die Arbeit in die andere ausländische Staaten eingeladen, aber während der Kriegen wurden sie gezwungen mitgenommen, z.B. aserbaidschanische Baumeister, Kupferschmiede, Kalligraphen und Architekten nahmen an dem Bau von vielen architektonischen Meisterwerke von Samarkand, Schachrisabsa, dem Iran und Indien. Nachdem Aserbaidschan ein Teil des russischen Reiches geworden war, fang die Epoche der starken europäischen Kulturwirkung an.

Sie hat sich selbst in der Darstellungskunst, Architektur, Literatur, Bildung u.a. gezeigt. Im 19. Jh. Wurde die erste wissenschaftliche Forschung über aserbaidschanische Geschichte „Gülüstani Irem" veröffentlicht, die von Abbasgulu Aga Bakichanov geschrieben wurde. In dieser Zeit wurde Mirzä Fätäli Achundov (1812-1878), der Gründer der aserbaidschanischen Drama und der modernen Literatur, sehr bekannt. Er schrieb realistische Novellen und Dramen. 1874 wurde erste Zeitung in der aserbaidschanischen Sprache veröffentlicht, der Autor dieser Zeitung „Äkintschi" war der berühmte Pädagoge und Aufklärer Hassan bäy Särdabi.

Im März 1873 fand der erste Theaterstück in der aserbaidschanischen Sprache statt, und 1866 wurde erste grammatische Schule geöffnet. Später im Jahre 1864 wurde in Baku die erste grammatische Schule für die Frauen geöffnet. Ende des 19. Anfang des 20. Jh-s wurden schon viele Zeitungen und Zeitschriften in der aserbaidschanischen Sprache veröffentlicht: Hümmet.Täkamül und auch russischsprachige - Bakinski rabotschi, Kaspi. Die satirische Zeitschrift „Molla Näsräddin", die von dem Schriftsteller Dschalil Mammedkulusade veröffentlicht wurde, hatte auch viel Erfolg. Nicht nur in Aserbaidschan, sondern auch im ganzen Orient hatten viele berühmte Kulturleute mit dieser Zeitschrift Partnerschaftsbeziehungen gehabt, unter denen der bekannte Maler-Karikaturist Asim Asimsade, der satirische Dichter Mirsä Äläkbär Ssabir, Dichter Aligulu Gämküsar u.a. waren.

Die Erstaufführung der nationalen Oper „Leyli und Medschnun" von dem Komponist Üzeyir Hadschibeyov war am 12.01.1908. Am 25. Oktober 1913 « fand die ,Premiere der nationalen Komödie „Arschin mal alan" statt. Zu den berühmtesten Künstlern des damaligen nationalen Theaters gehöften Hüseyin Arablinski, Hüseyngulu Sarabski, Mirzä Aga Aliyev und Sidgi Ruhulla. In dieser Zeit wurde erst moderne Darstellungskunst von Aserbaidschan gegründet. Die Künstler von diesem Bereich waren Bachrus Kängärli und Asim Asimsade. Von den Architekten wie Ploschko, Skibinski, Goslavski, Ahmedbey Siverbeyov wurden wunderschöne Gebäuden, wie z.B. das heutige Puppentheater, das Rathausgebäude in Baku, Kunstmuseum, Nationale Wissenschaftsakademie, Oper- und Balettheater, „Dschuma" Moschee in Schamachi usw.

Seit dem Anfang der sowjetischen Zeit in Aserbaidschan entstand neue Richtung in der Architektur, das war Konstruktivismus, der sich in der Architektur von Baku zeigte (Schussev und Brüder Vesnin). Nationale Architekturschule entwickelte sich mit Hilfe von Useynov, Dadaschov, Kasimzade, Ismayilova und Schulgin. Die Dichter, Schriftsteller, Dramaturgen von damals wie z.B. Huseyin Dschavid, Mikayii Muschfig, Abbas Ssahhat, Yussif Vesir Tschemenseminli, Mammadsseyid Ordubadi, Dschafar Dschabbarli und die andere bereicherten nationale Literatur von Aserbaidschan. Die Komponisten wie Kara Karajev, Nijasi, Fikrät Ämirov und Arif Mälikov hatten einen großen Einfluss auf die Entwicklung der modernen nationalen Musikkultur. Die Komponisten und Jazzmusikanten wie Vagif Mustafazade, Asisa Mustafazade, Rafik Babayev u.d. sind aus dieser Reihe und sie hatten in ihrer Musik die traditionelle Motive verwendet.

Die berühmte Maler und Skulpturen der modernen Zeit waren Mikayii Abdullayev, Sattar Bahlulzade, Tahir Salahov, Togrul Narimanbeyov, Alekper Rzaguliyev, Fuad Abdurrachmanov. Togay Mammedov und Omar Eldarov. Zu den berühmten Filmregisseure gehören Hassan Seyidbeyli, Rassim Odschagov, Arif Babayev, Adschdar Ibrahimov u.a. Auf der Liste der berühmten Schriftsteller stehen die Namen von Magsud und Rustam Ibrahimbeyov, Natig Rassulzade, Eltschin, Tschingis Abdullayev u.a.

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