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Aserbaidschan: Städte auf Seidenstraße

Städte der Seidenstraße (Aserbaidschan)

Die Städte von Aserbaidschan waren seit jeher als Zentren der Kultur, des Handels und vielseitigen Handwerks, sowie der Wissenschaft und Bildung bekannt. Die Produktion wurde in den Inlandsmarkt und internationale Märkte geliefert, entlang der Seidenstraße verkauft. Einige Städte, die an der Seidenstraße lagen, waren zu bestimmten historischen Perioden die Hauptstädte des Landes. Diese sind Scheki, Schemacha, Baku, Qabala, Basqal und Lahidj.

Autoren der Antike und späteren Zeiten liefert Informationen über diese Städte auf altgriechisch, Latein, Syrisch, Arabisch, Persisch, Georgisch, Türkisch, Russisch, Englisch, Italienisch, Deutsch und Französisch. Diese Autoren waren die Wanderer und Missionäre, Geographen und Gelehrten, Händler und Pilger, Schriftsteller und Dichter: „Der Vater der Geschichte" Herodotes, Strabon, Plinius Senior, Ptolomeus, Marko Polo, losofat Barbara, Antony Jankinson, Evliya Tschelebi, A.S. Puschkin, M.Y. Lermontov und Alexander Duma Senior.

In beiden Richtungen von den Land- und Wasserwegen der Großen Seidenstraße wurden sehr unterschiedlichen Waren transportiert. Aber diese Straße hat den Namen Seidenstraße bekommen, denn mehrere Jahrhunderte war sie als internationale Route bekannt, die dem Westen den Zugang zu hochwertigen orientalischen Seide und Produkte aus Seide ermöglichte. Die Seide war teuerer als Gold und Edelsteine.

 

Scheki Aserbaidschan

Scheki ist eine der ältesten Städte im Kaukasus. Es wird vermutet, dass der Name von einem Stamm der Saken abgeleitet ist, die im VII Jh. v. Ch. in Aserbaidschan auftauchten und einige Jahrhunderte hier lebten. Antiken Autoren bezeichnen Scheki als Sakasena - das Land der Saken. Die Stadt wurde als Bestandteil des Albanischen Staates und Hauptstadt der Provinz Sakasena berühmt. Nach der Verbreitung des Christentums im IV Jh. Scheki wurde zu einem wichtigen Zentrum. In der Stadt selbst und in der Umgebung existieren heute noch die altchristlichen albanischen Tempel, die um V-Vl Jh. gebaut wurden.

Nach der Eroberung Aserbaidschans durch die Araber im VII Jh. und Eingliederung des Landes in dem arabischen Kalifat geriet Scheki mehrmals in dem Gebiet des 150-jährigen Arabisch-Chazarischen Krieges. Im IX Jh. nach der Schwächung des Kalifats erlangte die Stadt den Status eines unabhängigen Eigentums. Im XI Jh. wurde Scheki zum Bestandteil des Staates Schirvanschach, anschließend ein Teil des Ilchanenstaates, Qara-Qoyunlu und der Safeviten.

Zwischen 1743-1819 war Scheki die Hauptstadt des unabhängigen Chanats Scheki, der später erobert und in das Russische Reich eingegliedert wurde.
In Scheki entwickelten sich verschiedene Handwerke: Schmiede, Waffenschmiede, Kupferverarbeitung, Blecherarbeitung, Juwelier, Töpfern, Lederverarbeitung, Hutschneidern, Konditorei, Schuhmacher, Schneider, Färben, Seidenweberei, Teppichgewebe, Holzverarbeitung, sowie dekorativen Schebekes-Netzbauteile und Musikinstrumente. Juwelen der Handwerker aus Scheki - goldenen Gürtel und Ohrringe, Arm bände und Ringe, Brustschmuck und Halsketten sind auch heute bekannt. Dennoch erlangte die Stadt eine Berühmtheit dank ihrer Seide. Im XIX Jh. und am Anfang des XX Jh. Scheki und ihre Umgebung war gehörte zu den wichtigsten Zentren der Seidenproduktion im Kaukasus. Hier wurde 40 % der gesamten Rohseide hergestellt, die Seidenindustrie Russlands belieferte. In Scheki, die als „Aserbaidschanischer Lyon" bezeichnet wurde, funktionierte die größte Seidenrollerfabrik der Welt. Gerade hier wurde das „Haus der Seide" eingerichtet. 1862 hat die Seide aus Scheki eine Medaille bei der Messe in London gewonnen.

Von verschiedenen Arten der Nadelarbeit waren die tambourartige, seidene und dekorative Handarbeiten besonders verbreitet, die ausschließlich von Männern gemacht wurde. Im XIX Jh. haben diese Muster in den Ausstellungen in Petersburg, Moskau, London und Paris Gold- und Silbermedaillen erhalten. Alexander Duma Senior pries die Handwerker aus Scheki wie folgt: „Ich habe für 24 Rubel 2 genadelte Sattel gekauft. In Frankreich kann man diese auch für 200 Franken nicht kaufen. Genauer gesagt, man kann diese für keinen Preis finden".

Scheki ist berühmt für ihre Architekturdenkmäler. Unter diesen sind alten albanischen Tempel, Festung und Moscheen, Palast des Scheki-Chanen und Karavansaray, Hamams und Bazars, Wohnhäuser und Brücken zu erwähnen. Ein einzigartiges Gebäude ist der Palast des Scheki-Chans, das in den 60-er Jahre des XVIII Jahrhunderts gebaut wurde. Der Palast wurde mit Malereien und Ornamenten geschmückt. Kaminen, originellen Baunetze-Schebeke und Spiegeldächer bilden ein Kunstwerk. Auf der ersten Etage befindet sich die Fontäne. Der Palast wurde mehrmals restauriert. Die letzte, gründliche Restauration wurde 2004 abgeschlossen.

In der Zeit der UdSSR entstanden in Scheki neue Bereiche der Industrie und Landwirtschaft, Bildungseinrichtungen, Theater, Museen und ein Wissenschaftszentrum der Akademie der Wissenschaften Aserbaidschans.


Gabala Aserbaidschan

Gabala ist eine Stadt, die vor 2400 Jahren berühmt wurde. Seit dem III Jh. v.Ch. war Gabala die Hauptstadt des Albanischen Staates, die 1000 Jahren existiert hat. Antiken Autoren erwähnen Gabala in ihren Schriften - Plinius Senior (I. Jh.) bezeichnet die Stadt als Kabalaka und Ptolomeus (II. Jh.) als Chabala.

Gabala war als ein politisches, kulturelles und religiöses Zentrum im Kaukasus bekannt. Die Stadt war von großen Schutzmauern umgeben. Hinter der Mauer ragten die Paläste, Häuser der Adeligen, Pavillons und Bazars, Stadtviertel der Handwerker, Kultbauten, Münzenanstalt. Hier befand sich die Residenz des Leiters der Albanischen apostolischen autocephalen Kirche.

Nach dem VII Jh. war Gabala unter Obhut verschiedener Staaten. Seit dem XVIII Jh. wurde die Stadt zur Hauptstadt des Sultanats Gabala. Die Ruinen dieser großen Stadt liegen derzeit in der Nähe von Siedlung Tschuchur Gabala und umfassen ca. 400 Hektar Landfläche.

Die Stadt und ihre Umgebung waren für ihre Seideproduktion und Gärtnerei bekannt, gleichzeitig genoss Gabala den Ruhm eines Zentrums für Handwerk und Handel.


Lahidj Aserbaidschan

Lahidj stellt ein einzigartiges Denkmal der alten Architektur und Stadtbau dar. Lahidj ist eine Stadt des Mittelalters mit Steinpflasterstraßen und Plätzen und einer entwickelten Wasser und Abwasserversorgung.

Lahdj ist ein Handwerk und Handelszentrum, das auch außerhalb des Kaukasus bekannt war. Im XVIII Jh. wurde die Stadt insbesondere für die Produktion der kalten Waffen und Kupfergegenstände mit eingravierten Ornamenten. Die verschiedenartigen Handwerke der Meister aus Lahidj wurden in unterschiedlichen Messen, unter anderem 1873 in Wien ausgestellt. Mehrere von diesen Gegenständen zieren auch heute bekannten Museen Europas wie Louvre und Eremitage. Zu diesen gehören Kupferkannen, Leuchter, Kaffeekocher, Töpfe, Geschirr, Platten, Durchschläge, kalte Waffen.

Lahich ist ein historisches Architekturdenkmal, der unter Staatsschutz steht. Die Stadt ist in die internationale touristische Reiseroute der Großen Seidenstraße eingetragen.


Basgal Aserbaidschan

Basgal ist eine der alten Siedlungen auf der Großen Seidenstraße und ist für ihre Seideproduktion bekannt. In XV-XVII Jh. war dieses Ort ein wichtiges Ort für Seidenweberei in Schirvan. Hier wurden die Stoffe wie Kanauz gewebt, Kopftücher hergestellt und die Färbekunst entwickelt. Im XIX Jh. wurden die Erzeugnisse aus dieser Siedlung in vielen internationalen Messen ausgestellt und mit zahlreichen Diplomen und Premier ausgezeichnet. Ein grundlegendes Element, das Basgal von anderen Städten unterscheidet, ist das schon im Mittelalter diese Siedlung über ein Kanalisationssystem verfügte und jedes Haus ein Bad hatte.

Heutzutage belebt sich die Seideweberei in Basgal wieder auf. Ein Seidemuseum wird gegründet. Die Stadt ist in die internationale touristische Reiseroute der großen Seidenstraße eingetragen, denn sie ist eine gut erhaltene Siedlung auf der„Seidenstraße" und gleichzeitig ein historisches Schutzgebiet für Landeskunde.


Schamacha Aserbaidschan

Schamacha wird zum ersten Mal von dem altgriechischen Geographen vom II. Jh. Ptolomeus als Semacheya oder Kemachiya erwähnt. In einer katalonischen Karte vom 1375 ist die Stadt als Chamay bezeichnet. Schon in der Antike pflegte Schmacha Handels- und Kulturbeziehungen mit Ländern des Ostens und des Westens. Im XVI Jh. nannte der englische Diplomat und Kaufmann diese Stadt „eine wunderbare Königsstadt", der große französische Romanist Alexander Duma Senior, der Mitte des XIX Jh. durch den Kaukasus reiste, hat seine wunderbaren Eindrücke von der Stadt und ihren Menschen beschrieben.

Seit dem VI Jh. wurde Schamacha zur Hauptstadt der Schirvanschachen- ein Staat der 1000 Jahre existierte. Im XI Jh. wurde die Stadt mit einer neuen Festungsmauer umgeben, dessen Fragment bis heute erhalten sind. Die Schönheit der Stadt wurde von dem großen Dichter und Denker, einen gebbürtigen Schamachiner des XII Jh. Khaqani Schirvani beschrieben. Er verglich Schamacha mit Buchara, einer der berühmtesten Städten des Orients und schrieb: „Die Macht des Landes Schamacha niederlegte die Herrlichkeit von Buchara".

Ich Schamacha wurde der große Dichter-Satiriker und Aufklärer Sabir geboren- Seine Gedichte sorgen auch heute noch für Aufmerksamkeit ist der muslimischen Welt.
Mitte des XVI Jh. wurde der Staat Schirvan in das mächtige und riesige Reich der Safeviten eingegliedert. Zu dieser Zeit zählte Schamacha siebentausend Häuser und 25Tausend Einwohner.

Mitte des XVIII Jahrhunderts entstand der Chanat Schamacha oder Schirvan, der bis 1813 existierte und dann zu einem Teil des Russischen Reichs wurde.
Schamacha war ein bedeutender Handelszentrum. Die wertvollsten Waren waren Seide, Teppiche und Teppichwaren. Zahlreiche Quellen zeugen davon, dass die Seide aus Schamacha seit dem XIII Jh. in großen Mengen ins Ausland, insbesondere nach Italien und Frankreich exportiert wurde.

Der Botschafter Kastiliens Rui Gonzales de Klavijo schrieb im XV Jh. über den Seidenhandel in Schamacha und wie attraktiv diese Ware für viele Kaufmänner aus Genua und Venedig war. Ambrozio Kontarini, der Diplomat aus Venedig hat nach seinem Besuch in Schamacha ebenso hochwertige Seide und Stoffe aus Schamacha beschrieben. Der Wanderer Johann Schiltberger betonte, das aus Schamacha die beste Seide geliefert wurde. Aus dieser Seide wurden später andere Stoffe und Samt hergestellt.

Eine besonders große Nachfrage herrschte für die seidenen Stoffarten wie Darai, Diba und Sarbaft, die mit goldenen Fäden gewebt wurde.
In Schamcha entwickelten sich auch andere Handwerke wie Metallverarbeitung (Werkzeug, Schmuck, Waffen),Töpfern und Weberei.

Wie die arabischen Autoren aus den IX-X Jahrhunderten berichten, lag die Stadt auf den großen Handelsstraßen die den Osten und Westen verbanden.
Nicht weit von Schamacha befinden sich die Ruinen von zwei bekannten und unzugänglichen Festungen - Gülüstan und Galei-Bugurd. Im XX Jh. wurden in Schamacha modernen Schulen und Fachhochschulen, Musikfachschule, Kliniken und Krankenhäuser, Kultureinrichtungen und Museen gegründet. In der Stadt funktionieren einige Moscheen.

Unterhalb von Schamacha, in Pirgulu befindet sich das astrohphysische Observatorium Nasireddin Tusi der Akademie der Wissenschafter Aserbaidschans.


Baku Aserbaidschan

Baku Aserbaidschan

Die Stadt, die an der Kreuzung zwischen Orient und Okzident liegt, war in Vergangenheit eine der bekannten administrativen, politischen, kulturellen, ideologischen, sowie Handwerk- und Handelszentren. Die Bedeutung von Baku als eine wichtige Hafenstadt in der Ära der Großen Seidenstraße ist in der katalanischen Karte vom 1375 gemerkt. Hier heißt das Kaspische Meer „Bakuer Meer". So wurde Baku zu einem wichtigsten Punkt des Seidenhandels. Im XV Jh. fungierte die Stadt als der beste Hafen im internationalen Seidenhandel.

Seide war nicht die einzige Ware, die durch diesen Hafen ausgeführt wurde. Einer der wichtigen Gründe war Öl. Aus diesem Ort wurde schwarzes, grünes, und weißes wie Jasmin Öl ausgeführt, schreiben die arabischen Autoren. Auch andere Handwerke wie Teppichgewebe, Töpferei, Lederverarbeitung, Juwelierwaren und Waffenproduktion entwickelten sich. Während den archäologischen Ausgrabungen wurden alle möglichen Gegenstände aus Gold und Silber entdeckt: Ringe, Stecknadel, Ohrringe, Armbände, Ketten, Platten, Münzen, mit Luster beschichtetes hochwertiges Keramikgeschirr aus Seladon.
Seit der Mitte des XIX Jahrhunderts wurde Industriezentrum im Süden des Russischen Reiches.

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Aserbaidschan ist bekannt für ihre reichhaltigen Naturressourcen. Seit antiker Zeit hat das Land wegen seinen seltenen Waren, die im Weltmarkt sehr begehrt waren, für Interesse gesorgt. Zu diesen zählten Öl und Baumwolle, Schaffrank und Oliven, Störfischarten und schwarzes Kaviar. Zu diesen zählten Öl und Baumwolle, Schaffrank und Oliven.

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