Aserbaidschan: Materielle Kultur

 

Materielle Kultur Aserbaidschan

Aserbaidschan ist reich an Architekturmeisterstücken, die von einem hohen Entwicklungsniveau der Baukunst zeugen. Für den Bau wurden Sandstein, Marmor, Backstein und Holz verwendet. Unter den memoreellen Bauwerke sind folgende besonders zu erwähnen: Mausoleum vom Yusuf ibn Kuseyr, Momina xatun, Garabaglar (Nachitschevan, XII-XIV Jh.), Achsadan baba (Barda, XIV Jh.), Seyid Yahya Bakuvi (Baku, XV Jh.).

Verteidigungsbauten   hatten   verschiedene Formen: Stadt-Festungen, Festungen, Schlösser, Wachtürme, Verteidigungslinien. Die untenstehenden Bauwerke sind die bedeutendsten von diesen:
Städte-Festungen: Icheri Sheher in Baku; Gendje, Barda, Scheki, Nachitschevan, Gabala und Baylaqan;
Festungen: Sabail am Hafen von Baku, Alindje in Nachitschevan, Gülüstan und Galei-burda in Schamacha;
Verteidigungslinien: „LangerWall" Beschbarmaq, Samur, Gilgiltschay, Zagatala;
Schlösser und Wachtürme: Jungfrauenturm in Baku, Türme von Nardaran, Mardakan und Ramana auf dem Halbinsel Abscheron, Muchas in Oqus und Aydinbulaq in Scheki.

Unter den Kultdenkmälern sind die frühchristlichen Tempel vom V-Vl Jh.: runden Tempel - in Kilisadag in Scheki, Dörfer Mamruch, Lekit und Kisch; Basilika - in Kuma und Lekit; Synagogen - mit sechs Kuppeln in Guba (XVII Jh.), klassische Synagoge in Oquz (XIX Jh.), neue Synagoge in Baku (XIX Jh.); Moscheen: Djuma Moschee in Baku (XIV Jh.), Tazapir (XIX Jh.), Bibi-Heybat (Wiederaufbau im XXI Jh.), in Schamacha Djuma Moschee (VII-XIX Jh.), In Scheki wurden ca. 40 Moscheen gebaut, von denen heute 6 funktionieren (XVI-XIX Jh.). Orthodoxen Kirchen in Baku: Heilige Kirchen der Frauen-Friedensträger vom XIX Jh., Ateschgah - der Tempel der Zoroastren in der Nähe von Baku (XVII Jh.), Chanagah über den Fluss Pirsaat (XIII Jh.) und Alindja-Tschay (XIII Jh.).
Festungen: Tschikrag-Gala (VI Jh.), Baku (XI Jh.), Scheki (XVIII Jh.), Sabail in Hafen von Baku (XIII Jh.).
Schlösser
: Palastkomplex der Schirvanschachen in Baku (XV Jh.), Palast der Scheki- Chanen (XVIII Jh.).
Wohnhäuser: Schekichanov (XVIII Jh.), Haus der Dichterin Natavan in Schuscha (XIX Jh.).
Villas: Sch. Asadullayev, H.Z. Tagiyev, M. Muxtarov, T. Ashurbeyov, I. Hadjinski, "Villa Petrolia" der Gebrüder Nobel.
Hamams: Nardaran (XIV Jh.), Hamam in der Festung in Baku (XVIII Jh.), in Scheki (XIX Jh.).

Ovdans, Abdans und Yerdans sind Bauwerke, die als Wasserspeicher dienen und das Grundwasser und Niederschläge abfangen. Diese Bauten waren als Bestandteil der gesamten Architektur-Panorama und gehörten in der Regel mit den Karavansarays zusammen entlang der Karawanenwege.

Ovdan hatte einen Portal mit dem Epikgraphischem Inschrift, der den Namen des Mäzens, das Baujahr und den Namen des Architekten beinhaltete. Z.B. der„Schach" Ovdan in der Altstadt in Baku, Ovdan in der Zitadelle in Schamacha (XlV-XVJh.). Zwischen XV und XX Jh. existierten in Abscheron mehr als 100 Ovdans.
Karavansarays gab es in der Festung von Baku, in Scheki, auf den Handelsrouten.
Brücken: über dem Fluss Araz - im Vorort von Djulfa (Xll-Xlll Jh.), die Brücke von Chudaferin mit 12 und 15 Säulen (Vll-Xlll Jh.).

In Aserbaidschan existiert Vielzahl von ethnographischen Denkmälern. Diese sind Gedächtnisinschriften auf den Festungen, Moscheen, Chanegahs und Karavansarays.
Das numismatischer Fonds des Landes hat weist lokale Münzen aus Silber und Kupfer vom III Jh. v.Ch. nach. Diese wurden im Albanischen Staat hergestellt. Später waren diese Münzen im Umlauf in mehreren Staaten, Atabeks, lldaniz, Safeviten und lokalen Chans. Darbend und Schamacha, Baku und Tabriz, Gendje und Qabala, Maraga und Scheki, Barda und Nachitschevan hatten eigene Münzenanstalten.

Neben den lokalen Münzen waren auf dem Territorium Aserbaidschans die goldenen, silbernen und kupfernen Münzen von der Zeit des Alexanders aus Mazedonien, sowie Münzen aus Byzanz, Sasanidenreich, Mongolen, Osmanen und Russland im Umlauf.

Der reichhaltige Juwelenbestand hat vor allem goldene und silberne Schmuckstücke: Frauengürtel und Ohrringe, Armbänder und Ketten, Ringe und Brustschmuck, Knöpfe und Fingerringe sowohl lokaler Produktion, als auch Importwaren.
Museen: Landeskunde und Fachmuseen, Bildergalerien, Teppichmuseum, Geschichtsmuseum Aserbaidschans, Haus-Museen.
Die große Rolle der Seidenstraßen in der Entwicklung vieler Länder des Ostens und des Westens ist kaum zu überschätzen. Diese wichtige Straße ist mit vielen Legenden und Epos umhüllt, aber vom III Jh. v.Ch. bis zum XV Jh. war das eine reale, breit verzweigte Route, die der Menschheit der Alten Welt einen großen Dienst leistete.

Der Wiederaufbau der alten Seidenstraße ist nicht nur ein Dankzeichen an frühe Vergangenheit, sondern eher eine Einschätzung aus der heutigen Situation:
-Die Menschen auf der ganzen Erde fühlen sich wie eine Familie;
-Die Menschheit strebt einen intensiven Austausch zwischen verschiedenen Ländern und Völkern in verschiedenen Bereichen wie Kultur, Wirtschaft, Information und Gedankengut, Sport und Bildung an.
-Die Menschheit ist reif für einen Dialog der Kulturen und Reisen in den Weltraum.
-Aber nicht alle Erkenntnisse werden sofort erlangt. Es gibt unterschiedlichen Mittel für den Austausch der Errungenschaften und Informationen. Ein solches Mittel ist das internationale Tourismus, das den Menschen aus verschiedenen Ländern und Kontinenten Bekanntschaft mit einander, mit der Natur und Sehenswürdigkeiten anderer Länder ermöglicht.

Touristen, die nach Aserbaidschan kommen um die wiederaufgebauten lokalen Routen der Seidenstraße kennenzulernen, werden die weltbekannten Sehenswürdigkeiten, Architekturwerke der lokalen Meister, einzigartigen Muster der materiellen und geistigen Kultur sehen können. Ebenfalls werden sie die Gelegenheit haben, die nationalen Traditionen, einzigartige Küche, Bekleidung, Tanz und Gesang kennenzulernen und das Land mit unvergesslichen Eindrücken zu hinterlassen.

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