Handwerk und Handel in Aserbaidschan
Das Handwerk in Aserbaidschan hat sich seit jeher wegen ihrer vielseitige Ausprägung gerühmt. Handwerk war eine wichtige Beschäftigung in den Städten und großen Siedlungen wie Baku, Darbend, Schamacha, Tebriz, Scheki, Gendje, Gabala, Maraga, Lahidj, Balakan, Basgal, Nachitschevan, Ordubad und Barda. Allen bekannten Handwerke entstanden hier und entwickelten sich: Teppichgewebe und Seidengewebe, dekorative Nadelarbeit, Metallverarbeitung und Juwelenherstellung, Salzverarbeitung und Baumwolleherstellung, Herstellung der natürlichen Farbstoffen, Waffenproduktion und Bauarbeit.
Es existierten im Lande: Architekturschulen (Schirvan-Abscheron, Tabriz, Nachtschevan, Aran), einige Zonen der Teppichgewebe (Garabach, Tabriz, Baku, Guba, Schirvan, Gendje, Qazach), zwei Architekturschulen in Militärausrichtung (Tabriz-Nachitschevan und Schirvan-Abscheron).
Sowohl der Handel zwischen den Städten und Regionen in Aserbaidschan selbst, als auch der internationale Warenaustausch erlebten eine tiefgreifende Entwicklung. In der Ära der Großen Seidenstraße nahm das Land aktiv an den bilateralen Handelsoperationen teil.
Davon zeugen Berichte der Geographen und Wanderer, sowie Vielzahl der Karavansarays sowohl in den Städten, als auch entlang der Handelsstraßen.
Bilateralen Land- und Wasserwege verbanden Aserbaidschan mit China und Syrien, Indien und Kleinasien, dem Iran und Ägypten, Europa und Nordafrika, arabischem Halbinsel und Russland. Die russischen Kaufmänner, wie z.B. der bekannte Afanasiy Nikitin reisten hierher um Seide und andere Produkte zu erwerben und zogen weiter bis nach Indien. Gerade dann hat England durch Russland und Aserbaidschan neue Routen nach Indien gelegt.
Aus Aserbaidschan wurden ausgeführt: Öl und Teppiche, Rohseide, Seidenstoffe, Baumwolle, Waffen, getrockneten Früchte, Salz, Edelsteine und Juwelen, Schafran, Naturfarbstoffe (Kirmiz, Marena), Polychrome Keramik und Holzgeschirr, Farbmetall und Metallwaren, Störfische und schwarzes Kaviar, Rassenpferde und Eisenbaum.
Das Land ist seit Altertum für sein einzigartiges heilendes Öl- Naftalan bekannt, das in keinem anderen Land der Welt wiederzufinden ist.
Folgende Waren wurden nach Aserbaidschan eingeführt: verschiedene Felle, chinesische Seide, Porzellan, Fayence, indischen Gewürze und Parfüm, ägyptischen und syrischen Glaswaren.
Ein unbekannter Autor vom XIII Jh. schrieb, dass in die aserbaidschanischen Städte chinesische Seide, wertvolle „goldgenähten" Stoffe, teueres chinesisches Porzellan eingeführt wurde. Es ist kein Zufall, dass auch heute in Aserbaidschan das Geschirr aus Porzellan „tschini", also „chinesisch" genannt wird. Insgesamt wird die aktivste Periode des Handels mit China zwischen den XIII und XV Jahrhunderten datiert.

Bestpreisgarantie

