Seidenstrasse in Aserbaidschan
Wegen der äußerst günstigen Lage des Kaukasus - im Scheidepunkt des Asiens und Europas, zwischen dem Mittelmeer, Kaspischem Meer, Schwarzmeer und Asowsche Meer war diese Region schon in der Antike sehr attraktiv. Daher spielte Aserbaidschan als ein unentbehrlicher, organischer Bestandteil des Kaukasus eine bedeutende Rolle in den internationalen Beziehungen und im Handel, im Austausch der kulturellen Werte und Ideen zwischen Länder und Nationen.
Das Territorium des historischen Aserbaidschans liegt bei 320000 km2. Das streckt sich von Derbent im Norden bis Hamadan im Süden, vom Kaspischen Meer im Osten bis zum Halbinsel Kleines Asien und Georgien im Westen aus. Jahrhundertslang haben das Russische Reich, der Iran und das Osmanische Reich Kriege um den Kaukasus, einschließlich Aserbaidschan geführt. Als Ergebnis wurde das Land Anfang des XIX Jahrhunderts in zwei Teile geteilt. Seit dem existieren Nordaserbaidschans (die Republik Aserbaidschan) und Südaserbaidschan (Teil der Islamischen Republik Iran.) Mehr als zweihundert Jahre entwickeln sich Nord- und Südaserbaidschan nach unterschiedlichen sozialen-wirtschaftlichen Modellen, aber das aserbaidschanische Volk hat die gemeinsame Sprache und Mentalität sowie materielle und spirituelle Kultur aufbewahrt. Aserbaidschan ist die historische Heimat der Aserbaidschaner - der überwiegenden Volksgruppe und der ethnischen und nationalen Minderheiten, die seit Jahrhunderten auf diesem Gebiet leben. Zu den letzteren gehören die Pondtischen Griechen, Juden, Deutsche, Kurden, Udiner, Tataren, Avaren, Budugen, neuen Assyrier, Ukrainer, Tsachuren, Taten, Kryzen, Russen, Weißrussen und Tauschen, Chinaliqer und Lesginer, Ingiloen und Achischas, Armenier und Georgier.
Derzeit beträgt die Zahl der Aserbaidschanen in der Welt ca. 40 Mio. Die meisten von ihnen, etwa 30 Mio. leben in ihrer historischen Heimat. Die anderen machen die breite Diaspora aus. Die größten Gemeinden der Aserbaidschaner im Ausland sind in den USA, Frankreich, Irak, Russland, Georgien und Kasachstan.
Aserbaidschan ist bekannt für ihre reichhaltigen Naturressourcen. Seit antiker Zeit hat das Land wegen seinen seltenen Waren, die im Weltmarkt sehr begehrt waren, für Interesse gesorgt. Zu diesen zählten Öl und Baumwolle, Schaffrank und Oliven, Störfischarten und schwarzes Kaviar. Aserbaidschan wurde auch für Seide und seidene Stoffe berühmt.
All das hatte verschiedene Völker und Stämme, Wanderer und Eroberer, Händler und Missionäre hierher angezogen. Kimmeren und Hunnen, Khasaren und Seldjuken, Mongolen und Slawen, Alexander der Große, römischen Legionen, Armeen der Byzantiner und von Tschingiskhan des Schrecklichen, von Tamerlan und Osmanischen Sultanen gingen durch das Land. Am trand vom Kaspischen Meer, in der Nähe von Baku wurde eine Felseninschrift auf Latein entdeckt, die den Aufenthalt des „XII römischen Legion des Blitzschnellen" während der Herrschaft des Imperators Domitian" (1. Jahrhundert v. Ch.) bestätigt. Auch die antiken Griechen hatten schon eine allgemeine Vorstellung vom Kaukasus. Aeschylys (V-IV Jahrhundert v. Ch.) erwähnt diese Region in seiner Tragödie „festgenagelter Prometheus", legendärer Homer (Vlll-Vll Jahrhunderte) beschrieb das Kaspische Meer als „die sonnige Wiege".
Eine wichtige Rolle in der Geschichte spielten internationale politische und Handelsbeziehungen sowie konfessionellen und kulturellen Verbindungen. Besonders zu erwähnen sind dabei die Städte wie Darbend und Baku, Gendje und Schemacha, Tabriz und Scheki, Nachitschevan und Maraga, Hamadan, Djulfa, Barda und Ordubad, die meisten von denen auf der Großen Seidenstraße lagen. Eine ganze Reihe von prominenten Vertretern Aserbaidschans der Ära Großen Seidenstraße stammen aus diesen Städten.
Urnayr - albanischer König; Während seiner Regierungszeit wurde das Christentum zur Staatsreligion, IV Jh.
Viro - der Leiter der apostolischen Kirche und eine politische Figur, VI Jh.
Javanshir - großer albanischer Knyaz, VII Jh.
Musa Kalankatlu - Autor des Buches „die Geschichte Albaniens", VIII Jh.
Babek - Anführender nationalen Befreiungsbewegung im muslimischen Osten im IX Jh.
Nizami - großer Dichter und Denker, XII Jh.
Mahsati - Dichterin, XII Jh.
Schams-ed-Din lldeniz - großer Atabek, der Gründer des aserbaidschanischen Sultanats, XII Jh.
Nasreddin Tusi - Gelehrter, der Gründer des Observatoriums in Maraga, wo die Gelehrten aus dem Osten und Westen arbeiteten, XIII Jh.
Raschid-ad-Din - Autor des „Djami-at-tavarich" (die Weltgeschichte), XIV Jh.
Uzun Hasan - der Gründer des Staates Ag-qoyunlu, XV Jh.
Sara-chatun - Diplomatin, XV Jh.

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