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Armenien: Religion

 
 

Religion in Armenien

Noravank Kloster, Armenien ® Hrair Hawk

Die christliche Religion hat im Laufe von 1700 Jahren eine wesentliche Rolle in der armenischen Geschichte gespielt. Seit dem 14. Jh. hatten die Armenier keinen eigenen Staat, und die armenische Kirche übernahm praktisch seine Funktion und wurde zum Träger der nationalen und kulturellen Identität. Gegenwärtig sind 94 Prozent der Armenier Anhänger der armenisch-apostolischen rechtsgläubigen Kirche. Dieser Zweig der Orthodoxen Kirche geht direkt auf die Apostel Thaddäus und Bartholomäus zurück, die die Lehre Jesu in Armenien im 1. Jahrhundert n.Chr. predigten und dafür den Märtyrertod erlitten.

Das Christentum durchdrang die armenische Kultur tief und ist gestaltgebend mit der Natur des Landes verflochten, in der uralten Einsiedeleien und Kreuzsteine in den fernen Bergen und malerischen Orten verstreut sind. Vor der Annahme des Christentums war Armenien vorwiegend ein heidnisches Land. Es gab viele Tempel, doch fast alle wurden von den frühen Christen vernichtet. Der einzig erhaltene heidnische Tempel Armeniens ist im griechischrömischen Stil errichtet und liegt im Dorf Garni. Weitere vorchristliche Zeugnisse sind das aus dem Jahre 4200 v. Chr. stammende Observatorium von Karahundj (Zoraz Karer) bei Sissian und die steinernen Drachen aus der Bronzezeit.

Traditionell gilt das Jahr 301 als Datum der Verkündung des christlichen Glaubens als Staatsreligion. So wurde Armenien das erste christliche Land der Welt, 79 Jahre vor dem Römischen Reich. Der Übergang zur neuen Religion fand unter König Tiridates III. statt.

Manuscripts Armenien ® Hrair Hawk

Nach der Überlieferung litt der König wegen seiner grausamen Christenverfolgungen an einer psychischen Krankheit. Ihn heilte Gregor, der wegen seines Bekenntnisses zur christlichen Religion vor 13 Jahren vom König zum Tode verurteilt und in eine tiefe Grube geworfen wurde, dies aber Kraft seines Glaubens überlebte. Aus Dankbarkeit und Überzeugung nahm der König den neuen Glauben an und setzte Gregor als Katholikos seines Landes ein. Danach begann die Bekehrung des ganzen Volkes zum Christentum. Die Grube, in der Gregor der Erleuchter 13 Jahre verbrachte, heisst Chor Virap und liegt im gleichnamigen Dorf, an dessen Stelle die berühmte hellenistische Stadt Artaschat war.

Als erstes christliches Volk errichteten die Armenier zahlreiche Kirchen und Klöster. Die Etschmiadzin-Kathedrale ist eine der ältesten Kirchen der christlichen Welt. Sie wurde 303 an der Stelle eines heidnischen Tempels gebaut. Der Name Etschmiadzin bedeutet ,,der eingeborene Sohn ist herabgestiegen”. Nach der Überlieferung wurde der Ort der Kathedrale aufgrund einer Vision gewählt, in der Christus vom Himmel herabstieg und mit einem goldenen Hammer auf die Erde schlug. Heute gehört die Kathedrale zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Über 1700 Jahre nach Etschmiadzin ist das Christentum im Lande immer noch tief verwurzelt und ein vitales Symbol für die Bewahrung der nationalen und kulturellen Identität des Volkes und seiner Diaspora. Die Grundlage jeder armenischen Gemeinde in der Diaspora bildet die Kirche. In jedem Ort der Welt, wo eine Gruppe Armenier zu finden ist, gibt es zweifellos eine armenische Kirche.

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