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Armenien: Handwerk & Kunst

 
 

Handwerk und Kunst in Armenien

Teppich Weberei, Armenien ®Tufenkian Hospitality

Seit alters her bewahrten und entwickelten die Armenier ihre Kunsttraditionen. In den verschiedenen künstlerischen Sparten wie z. B. Gravüre, Stickerei, Juwelierarbeit, Bildhauerei, Architektur und Musik drückt sich armenisches Leben aus.

Besonders ausdrucksvoll ist die armenische sakrale Architektur. Die armenischen Kirchen besitzen einen eigenen Stil, der sich im Laufe von vielen Jahrhunderten ausgebildet hat. Viele Kirchen sind mit schönen Fresken, Flachreliefs und Stifterfiguren verziert; viele von ihnen in erstaunlich gutem Zustand nach so langer Zeit...
Bemerkenswert sind die Flachreliefs und Fresken aus dem 5.-9. Jh. sowie die „narthexes“, die Kirchenvorhallen (Gavit) aus dem 13. Jh.

Eine besondere Kunstart sind die armenischen Handschriften mit wunderschönen Miniaturen. In der Antike und im Mittelalter wurden die Handschriften sorgsam gehütet, sie spielten eine grosse Rolle im Kampf des Volkes gegen geistige Versklavung und Assimilation. Im Matenadaran, dem Museum der alt-armenischen Handschiften, werden mehr als 17.500 Manuskripte aufbewahrt. Die Malerei erlebte ihre Blüte im 19.-20. Jh. und setzte die Traditionen der Freskenkunst des 8. Jh. fort. In den letzten zwei Jahrhunderten fanden Hovhannes Ayvazovski, Edgar Schahen, Hovsep Puschmann, Arshile Gorky, Carzou, Jansem, Minas Avetisyan, Martiros Saryan u. a. grosse internationale Anerkennung. Die Werke dieser und anderer modernen Künstler sind in den Gemäldegalerien von Eriwan ausgestellt.

Die Besonderheit der armenischen Musik besteht darin, dass in ihr volkstümliche, profane und sakrale Melodien eine Synthese bilden. Die armenische Volksmusik wird mit diversen einzigartigen Instrumenten gespielt, allen voran der Duduk. Dieses 2000-jährige Blasinstrument wird aus Aprikosenholz gefertigt. Inzwischen ist die Duduk-Musik in der ganzen Welt berühmt und erklingt sogar in Hollywood-Filmen. Die Filmkomponisten verwenden diese Musik in solchen Szenen, die sich auf ferne Vergangenheit und ferne Länder beziehen. Die warmen, melancholischen Töne des armenischen Duduk klingen fast heilig in religiösen Filmen, wie ,,Die Versuchung Jesu“ und ,,Die Passion Christi“ von Mel Gibson, der letzte wurde 2004 gedreht. Duduk-Sound nahm einen zentralen Platz in den Filmen ,,Gladiator“, ,,Alexander“, ,,Die Chronik von Narnia“, ,,Syriana“ und ,,München“ ein. Der berühmte armenische Musiker Djivan Gasparyan war es vor allem, der dieses uralte Instrument und seinen sehnsüchtigen, ewigen Klang auf die Bühne der Weltmusik gebracht hat.

„Scharakans“ sind liturgische Lieder, die viele Jahrhunderte zurückreichen. 300 Jahre sind seit der Zeit des Minnesängers (Aschugh) Sayat- Nova vergangen, aber der Minnesang lebt bis zum heutigen Tag. Der Lieblingskomponist der Armenier Aram Chatschaturyan stand unter dem direkten Einfluss der armenischen Volksmusik und der Musik von Sayat Nova. Von Chatschaturyan stammen zahlreiche klassische Werke, u. a. die Balette ,,Gayane“ (dazu gehört der berühmte Säbeltanz) und ,,Spartakus“. Die modernen armenischen Komponisten verbinden oft die traditionelle armenische Musik mit zeitgenössischen Elementen, schaffen ein ganz neues Genre. So erneuert sich die armenische Musik und wird doch von jeder neuen Generation der Musiker immer weiter interpretiert und damit bewahrt. Auch die armenische Diaspora hat eine Reihe hochbegabter Musiker von Weltrang hervorgebracht, wie den Chansonnier Charles Aznavour, Cher, die Gruppe ,,System Of A Down“.

Die Literatur spielte immer eine entscheidende Rolle für die Bewahrung der kulturellen Identität. Vor der Erfindung der armenischen Buchstaben wurden die Sagen und Geschichten entweder mündlich überliefert oder in Fremdsprachen aufgeschrieben. Mit der Einführung der neuen armenischen Schrift, des eigenen Alpahbets, durch den Gelehrten Mesrop Maschtoz im Jahre 405 begann das Goldene Zeitalter der armenischen Literatur. Im jahrhundertelangen Kampf gegen fremde Eroberer blieb das armenische Alphabet erstaunlich unverändert, und die armenische Literatur blüht weiter.

Teppichherstellung ist eine traditionelle Kunst im Lande. Der Kaukasus und besonders Armenien werden von Wissenschaftlern und Fachleuten als die Heimat der Teppiche bezeichnet. Die Armenier sind stolz auf dieses Erbe und setzen diesen traditionellen Zweig fort. Hier sind viele spezialisierte Geschäfte zu finden, die alte und neue Teppiche anbieten. Die Knüpfkunst beschränkt sich nicht nur auf Teppiche, sondern wird auch bei der Herstellung von Kleidern und Taschen sowie im Design angewandt.

Auf Kunst- und Flohmärkten unter freiem Himmel, wie z.B. auf der Jerewaner „Vernissage“, kann man aus Holz gefertigte kleine Souvenier-Kreuzsteine (Chatschkar) finden. Im ganzen Land gibt es über 40.000 armenische Kreuzsteine, aber jeder ist, wie eine Schneeflocke, einzigartig. Die Herstellung von handgemachten Tongefässen ist eine weitere traditionelle Kunstart in Armenien. Viele Tongegenstände werden auf der „Vernissage“ angeboten.

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